Kostenlose Homepage – Die besten Anbieter im Vergleich

Wenn du deine Homepage kostenlos erstellen möchtest, ist es sinnvoll vorher zu wissen, was du für dein Geld (bzw. kostenlos) bekommst. Die meisten Anbieter, die mit einer kostenlosen Homepage werben sind gleichzeitig Anbieter von Homepage Baukästen, also einem Service bei dem du alles aus einer Hand bekommst: Bearbeitungsoberfläche, Domain und Speicherplatz (Webspace genannt).

Für die Ungeduldigen unter euch habe ich eine Übersicht zu den Anbietern von kostenlosen Websites mit den wichtigsten Eckpunkten erstellt. Weiter unten findest du dann ausführliche Informationen, was bei den Angeboten integriert ist.

  1. Anbieter Übersicht
  2. Funktionen und Service
  3. Vor- und Nachteile der gratis Angebote
  4. Warum bieten Firmen kostenlose Homepages an?
  5. Fazit: Macht eine kostenlose Homepage Sinn?

Lesezeit ca. 4 Minuten | Stand: 02-05-2017 | von Dirk Fuhlhage

Kostenlose Homepage
1JimdoDomain: Die kostenlose Jimdo Seite kommt mit Subdomain, Beispiel: www.meine-domain.jimdo.com

Werbung: Dezente Werbeeinblendung im unteren Bereich der Homepage

Premium: Eigene Domain und werbefrei ab 5,00 €

Ausführlicher Jimdo Testbericht

2Wix LogoDomain: Komplizierte Subdomain, die man nicht wirklich kommunizieren kann, Beispiel: www.nutzer123.wixsite.com/meine-domain

Werbung: Wix-Werbung im Header und Footer-Bereich eingeblendet

Premium: Eigene Domain und werbefrei ab 9,16 €

Ausführlicher Wix Testbericht

3WeeblyDomain: Kostenlose Weebly Seite mit Subdomain, Beispiel: www.meine-domain.weebly.com

Werbung: Im Footer „Powered by Weebly“ als aufklappendes Anmeldeformular

Premium: Eigene Domain und werbefrei ab 7,00 €

Ausführlicher Weebly Testbericht

4webnodeDomain: Die kostenlose Webnode Seite kommt als Subdomain, Beispiel: www.meine-domain.webnode.com

Werbung: Werbebutton im Footer, sehr unaufdringlich

Premium: Eigene Domain und werbefrei ab 9,95 €

Ausführlicher Webnode Testbericht

2) Was bekomme ich wenn ich mir eine kostenlose Website erstelle?

Die oben genannten Anbieter werben damit, dass man sich bei ihnen eine kostenlose Website erstellen kann – das stimmt zwar, aber es gibt gewisse Einschränkungen, über die man sich im Klaren sein sollte. Um eine Webseite einrichten zu können muss man sich zunächst beim Anbieter anmelden, dafür reicht meistens die E-Mail Adresse aus und es werden bei den oben verglichenen Anbietern keine Zahlungsdaten abgefragt. Danach bekommt man die Zugangsdaten und ein Passwort für die eigene Homepage zugeschickt und man kann mit der Bearbeitung der eigenen Seite beginnen. Was bekommt man jetzt und was kann man machen?
Was man bei einer kostenlosen Homepage bekommt: Im Grunde kann man jetzt die Basisversion des jeweiligen Homepage Baukastens nutzen, das bedeutet man kann mit Hilfe der Arbeitsoberfläche seine Homepage bearbeiten und mit Inhalten füllen. Das ist alles kostenlos, aber wo ist der Haken? Bei der kostenlosen Homepage Baukasten-Variante hat man im wesentlichen 3 Einschränkungen:

1) Domain: Die neu erstellte Internetseite bekommt eine so genannte Subdomain zugewiesen, das bedeutet, dass nach dem gewählten Domainnamen noch der Zusatz des Anbieters angezeigt wird, wie hier am Beispiel von Jimdo verdeutlicht wird.

Kostenlose Domain

Eine „richtige“ Domain, eine so genannte Top Level Domain, die ohne jeglichen Zusatz erscheint (z.B. www.meine-domain.de) muss bei einem zentralen Register angemeldet und gelistet werden (in Deutschland Denic) und ist daher immer kostenpflichtig. Kostenlose Domains haben immer einen Zusatz, wodurch der Domain Name zu einer Subdomain wird.

Wenn du eine Hobbyseite oder Privatseite planst, kann es ausreichen mit einer kostenlosen Domain zu arbeiten. Möchtest du allerdings eine professionelle, berufliche Webseite oder eine Firmenhomepage aufbauen, können wir nur zu einer eigenen, „richtigen“ Domain ohne Zusätze raten.

2. Werbeeinblendungen: Der Anbieter nutzt die neu erstellte Homepage, um Werbung für den eigenen Service einzublenden. Wenn er damit (noch) kein Geld verdient, kann er wenigstens seine Reichweite erweitern. Die Intensität und Größe der Werbeeinblendungen ist dabei von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Zumeist wird ein dezenter Hinweis am Ende der Homepage, im so genannten Footer, eingeblendet. Besucher auf der Seite können dann sehen mit welchem Service die Internetseite erstellt worden ist.

Weebly Werbung Footer

3) E-Mail Adresse: Außerdem muss man bei einer kostenlosen Homepage auf eine passende E-Mail Adresse verzichten. Das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man sich für seine Domain keine eigene E-Mail Adresse anlegen kann, zum Beispiel info@meine-domain.de. In der kostenfreien Variante der Homepage Baukästen ist dies leider allgemein nicht möglich, da die Anbieter hier mit Subdomains arbeiten.

3) Vor- und Nachteile einer kostenlosen Homepage

Vorteile

  • keine finanziellen oder vertraglichen Verpflichtungen
  • kostenloser Test eines Systems, bevor man dafür oder dagegen sich entscheidet
  • eigene gratis Plattform um sich mitzuteilen

Nachteile

  • unprofessionelle Außenwirkung durch Subdomain und Werbung
  • keine eigenständige Domain, immer eine Subdomain
  • Limitierte Seitenanzahl die man erstellen kann
  • Werbung des Anbieters auf der eigenen Homepage
  • Limitierter Speicherplatz
  • Kein oder sehr reduzierter Kunden Support
  • Einschränkungen der grundlegenden Funktionen

4) Wie rechnet sich ein kostenloser Service für die Anbieter

Um das Gesamtpaket für eine Homepage anbieten zu können, fallen beim Anbieter natürlich Kosten an. Da wäre zum einen der Aufwand für die Produktentwicklung und zum anderen die fortlaufende Kosten zur Bereitstellung des Services. Die Unterhaltung und Wartung von Servern, auf denen die Homepages der Nutzer gespeichert sind ist hierbei ein nicht unerheblicher Posten. Im Endeffekt muss der Anbieter der kostenlosen Homepage also Geld verdienen um den Fortbestand seines Services zu gewährleisten. Wie macht er das?
Freemium Modell
Das Konzept ist relativ simpel und nennt sich Freemium Model, eine Kombination der Wörter „Free“ und „Premium“. Der Anbieter des Homepage Services bietet neben der kostenlosen Homepage auch weitere Pakete an, die dann kostenpflichtig sind, die Premium Pakete. Die Ausgestaltung der Premium Dienste variiert und wurde in unserem ausführlichen Vergleich getestet. Zumeist wird in den kostenpflichtigen Versionen der Funktionsumfang erweitert, man bekommt eine eigenständige Domain und eine werbefreie Homepage.
Die Rechnung für den Anbieter ist folgende: Neukunden werden über kostenfreie Services gewonnen, die Nutzer, die etwas mehr benötigen, zum Beispiel eine eigene Domain oder auf die Werbung verzichten wollen upgraden ihre Homepage zu einem Premiumservice, der dann kostenpflichtig ist. Die zahlenden Nutzer übernehmen somit die Kosten der gesamten Infrastruktur, wodurch ebenfalls das kostenlose Angebot getragen werden kann.

5) Fazit: Macht eine kostenlose Homepage Sinn?

Ich hoffe ich konnte dir einen Überblick zu diesem Thema geben. Unterm Strich kann man sagen, dass sich kostenlose Homepages für bestimmte, private Zwecke eignen, oder um ein neues Produkt zu testen.

Wer aber einen professionellen Internetauftritt aufbauen möchte, der sollte sich früher oder später für einen kostenpflichtigen Dienst entscheiden, um eine eigenständige Domain und eine werbefreie zu bekommen. Die Preise bleiben dabei sehr moderat und wurden durch uns verglichen.

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